Genetische Versorgung beim Prostatakarzinom: Dr. med. Alina Henn referiert auf dem SWDGU

Die neue S3-Leitlinie Prostatakarzinom hat die genetische Diagnostik fest in der urologischen Versorgung verankert und unser Team ist mittendrin: Unsere Kollegin Dr. med. Alina Henn hat das Thema auf dem diesjährigen Kongress der Südwestdeutschen Gesellschaft für Urologie (SWDGU) einem Fachpublikum vorgestellt.

Was hat sich durch die Leitlinienaktualisierung geändert? Erstmals enthält die S3-Leitlinie konkrete Empfehlungen zur intensivierten Früherkennung bei Männern mit pathogenen Keimbahnvarianten in BRCA2, MSH2 oder MSH6 bereits ab dem 40. Lebensjahr, noch bevor ein Prostatakarzinom aufgetreten ist. Hinzu kommen Empfehlungen zur genetischen Beratung bei metastasiertem Prostatakarzinom sowie zur BRCA1/BRCA2-Testung für die Therapieplanung beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC).

Humangenetik und Urologie: eine wachsende Partnerschaft In ihrem Vortrag beleuchtete Alina Henn, wie viele auffällige Befunde wir bei Brustkrebspatientinnen finden und welche Ableitung daraus für die Urologie gemacht werden kann von der Keimbahndiagnostik über die Kaskadenuntersuchung von Familienangehörigen bis hin zur Beratung bei familiärer Tumorhäufung. Die enge Zusammenarbeit zwischen Urologie und Humangenetik ist laut Leitlinie nicht mehr optional, sondern ausdrücklich gewünscht. 

Herzlichen Glückwunsch, Alina, zu diesem Auftritt! Wir freuen uns, das Thema erbliche Tumorprädisposition beim Prostatakarzinom gemeinsam mit unseren urologischen Kolleginnen und Kollegen weiterzuentwickeln.